Bis Dezember 2024
14+ | Ein Stück über die Erlebnisse von Erich Finsches, verfolgter Jude in der Nazizeit von 1938-1945.
| „Nie Wieder“: Mehr als nur ein Satz |
Ein junger Wiener mit polnischen Wurzeln macht für seinen Job in einem Meinungsforschungsinstitut Umfragen in Schulklassen zum Thema “Demokratievertrauen”. Eigentlich eine Arbeit wie jede andere auch. Wäre da nicht sein 16-jähriger Bruder, der immer rechtsextremer wird. Der jüngste Bruder ist sogar erst zehn – genauso alt wie Erich war, als 1938 der Anschluss sein Leben in eine Katastrophe verwandelte. Heute ist Erich 97, lebt in der Wohnung unter den drei Brüdern und ist im Laufe der Jahre nicht nur Nachbar, sondern besonders für den Ältesten auch Babysitter und Freund geworden. Doch die Geschichte seines Freundes, der den Holocaust überlebt hat, lässt unseren Protagonisten einfach nicht los. Und so erzählt er den Zuschauer:innen Erichs Geschichte von 1938-1945. Erich Finsches hat den Holocaust überlebt Wir haben mit Erich gesprochen und er ist sehr erfreut, dass wir seine Geschichte erzählen wollen. Erich ist 1927 in Wien geboren, in eine jüdische Familie, die eigentlich kaum Bezug zum Judentum hatte. Sich selbst beschreibt er in seinen Schilderungen immer wieder als “Zniachtl”: klein und schwach. Doch er hat überlebt. In unseren Gesprächen hat Erich ausgedrückt, wie wichtig es ihm ist, dass wir den Jugendlichen vermitteln, dass die Menschheit gut ist. Dass er nie Menschen gehasst hat, sondern immer nur ihre Taten. Und dass er sich wünscht, dass auch “ein Schmäh” herrscht und, trotz der Ernsthaftigkeit der Erzählung, nicht nur Bedrückung. All das nehmen wir uns sehr zu Herzen, denn es ist uns genauso wichtig. Ebenso wie wir denken, dass es besonders im Wahljahr 2024 wichtig ist, die jungen Wähler:innen mit der Geschichte zu konfrontieren. Wir spielen ab Mitte /Ende Januar 2024 und freuen uns schon auf die Vorstellung und das interessante Nachgespräch in deiner Klasse. |
Geschichte: Erich Finsches
Regie: Dana Csapo
Darsteller: Andrzej Jaslikowski
Theaterpädagogik: Caroline Docar

